 | Lederpflege für Möbel |
Gast schreibt "Insektenstiche, Narben, Dornrisse die das Leben im Stall oder auf der Wiese in die Haut geschrieben haben, können durch das Gerben nicht entfernt werden.
Ledermöbel sind im Trend, weil ihr natürliches Material Akzente setzt und als pflegeleicht gilt. Nach der Lieferung gibt es aber manchmal Enttäuschungen.
Helles Leder sollte nicht unbedingt als „Jeansträger“ gewählt werden, da der Jeanstoff abfärbt.
Wo viel Sonne ins Zimmer fällt, da bleichen empfindliche Leder aus. Auch Halogenlicht und Heizkörper vertragen Ledermöbel nicht gut.
Bevor eine Tierhaut auf das Möbel kommt muss es noch gegerbt werden. Dadurch wird das Leder haltbar und geschmeidig und erhält seine entgültige Farbe. Fachleute unterscheiden zwischen pflanzlicher (vegetabilen ) Gerbung und der chemischen Chromgerbung. Spuren von Insektenstichen, Narben und Dornenrissen können durch das Gerben nicht entfernt werden.
Möbelleder wird auf die unterschiedlichste Art eingefärbt und geschützt. Hervorzuheben ist die Anilinfärbung, die das Leder schön und teuer wirken lassen. Die Struktur der gewachsenen Oberfläche bleibt somit erhalten. Wer sich also für naturbelassenes Leder entscheidet muss eine gewisse Empfindlichkeit in Kauf nehmen und es akzeptieren. Bei dieser Färbung bleiben alle Lebensspuren im Leder sichtbar.
Bei der Pigmentfärbung gleicht eine deckende und schützende Farbschicht unterschiedliche Oberflächen an. Die natürlichen Merkmale wie Narbenschäden oder Kratzer in der Haut sind so gut wie nicht mehr sichtbar. Dieser Leder gilt im Vergleich zu anilingefärbtem Leder als weniger empfindlich. Je dichter jedoch die Färbung umso hoher ist natürlich auch die „Versiegelung“. Dadurch nimmt das Material weniger Wärme auf und es hat den Anschein kalt zu sein.
Auch eine Semi-Anilinfärbung eine Kombination von Anilin- und Pigmentfärbung ist möglich. Bei diesem leicht pigmentiertem Leder sind Naturmerkmahle teilweise noch sichtbar, jedoch durch die leichte Farbschicht etwas kaschiert. Das Leder färbt nicht so leicht aus wie naturbelassenes Leder. Die Atmungsaktivität ist jedoch etwas eingeschränkt. Das Leder fühlt sich dennoch sehr angenehm an.
Weich, warm aber auch sehr empfindlich ist auch das samtartige angeschliffene Nubukleder. Es hat ähnliche Eigenschaften wie naturbelassenes Leder und kann ausbleichen.
Durch den Schliff werden jedoch Wachstumsmerkmale und Naturmerkmale etwas stärker ausgeglichen. Es nimmt dann seine typische Patina an.
Leder gilt im allgemeinen als pflegeleicht. Glattleder kann man mit einen leicht angefeuchtetem Tuch abwischen. Danach kann es mit einem Pflegemittel zur Verbesserung des Fleckenschutzes behandelt werden.
Veleur und Nubukleder wird mit einer Polsterbürste des Staubsaugern abgesaugt. Stark beanspruchte Stellen lassen sich mit einer weichen Bürste oder Schaumstoffschwamm auffrischen.
Zum Entfernen leichterer Verschmutzungen empfiehlt sich eine schwache, handwarme, neutrale Seifenlösung in destilliertem Wasser ohne Kalk und Chlor. Die Nachtrocknung erfolgt mit einem weichen Tuch. Im Handel enthält man Spezialmittel zur Reinigung und Pflege. Diese Mittel sollten aber grundsätzlich erst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobiert werden. Terpentin, Fleckenwasser, Benzin, Bohnerwachs, Lösungsmittel und Schuhcreme sollte man auf keinen Fall verwenden. Sie schaden dem Leder.
Lederpflege für Möbel
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